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Aktuelles von Januar bis März 1999

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März 1999: Die ersten Rennen
Normales Märzwetter in diesem Jahr, kühl, aber man konnte einigermaßen fahren. Im Winter fahre ich sowieso mit Schutzblechen, auf einem umgebauten Citybike, 13kg schwer, mit 35mm-Reifen, eine richtige Rollbremse! Wenn man dann auf den Renner umsteigt, gibt es einen wahnsinnigen Schub nach vorne.

91 Radstunden in diesem Monat, Mitte März war ich nochmals für vier Tage zum Training in Italien, habe bei dieser Gelegenheit meine neue Trikotage abgeholt, ist ganz gut geworden. 

Umfang habe ich diesen Winter wirklich reichlich gebolzt, das ist auch nicht mein Problem, meine Ausdauer ist über die Jahre sehr stabil geworden, wie bei allen älteren Rennfahrern. Da verzweifeln immer die jungen Fahrer in den Trainingslagern, wenn denen so nach 200km im mittelintensiven Bereich der Sprit ausgeht. Allerdings sind deren Pulswerte auch meistens um 20 Schläge höher.

Mein Problem ist die Spritzigkeit, der anaerobe Bereich. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer und unangenehmer zu tolerieren. Ein Radrennen wird nun mal nicht mit der besten Gleichmäßigkeit gewonnen, sondern meist entscheidet sich ein Wettkampf in bestimmten Situationen (Zwischenspurt, Berg, Windkante, o.ä.), wo man, total übersäuert, noch eins besser geben muß als die Konkurrenz. Am besten trainiert sich dies durch Wettkampfteilnahme, aber zu viele Rennen höhlen dich auch wieder aus ..... man muß sehr genau dosieren und sich sehr gut kennen!

Aber im Frühjahr sind Wettkampfkilometer in den Beinen Gold wert, das merkt man ganz krass in den ersten Frühjahrsrennen. Viele Spitzenfahrer haben schon Etappenrennen bestritten, teilweise in der anderen Hemisphäre, die haben dann einen enormen Zug drauf.

So geschehen bei der Saisoneröffnung am 21. März in Zusmarshausen. Bei ca. 4°C am Start hieß es "auf die Plätze, fertig, los" und sofort wurde losgeballert, vor allem die Regensburger Mannen vom VCR, gestählt herausgekommen aus der Ägypten-Rundfahrt, taten sich hier hervor und bestimmten auch das ganze Rennen. Feld eine Schlange und Kette rechts, ich ca. in Position 40. Das war ich auch nach 15km am ersten Berg, aber irgendwo auf der Kuppe ist die Fahrerkette gerissen, 14 Mann haben sich verabschiedet und wurden nie mehr gesehen. Immerhin habe ich in der Endphase ordentlich randalieren können und wurde noch 15. im Spurt einer vierköpfigen Verfolgergruppe.

Eine Woche später, int. Straßenrennen in Fürth, offen auch für GS-Fahrer. Hier machte ich mich nach ca. 5km auf, attackierte mit zwei anderen Fahrern und so zogen wir eine 100km-Flucht durch, wurden dann von einer größeren Spitzengruppe aufgesogen und da konnte ich dann ziemlich entkräftet nicht mehr am Berg mithalten, fiel in die Verfolgergruppe zurück und wurde als bester Bayer 31.. Da ging es schon besser, aber immer noch zäh.

 

Februar 1999: Trainingscamp Rimini und tolle Sponsorenverträge
Der Winter hat uns fest im Griff dieses Jahr, warum auch nicht? Früher war das immer so. Ich sage nur: Skating (Skilanglauf)! Nur 54 Radstunden im Februar.

Daß aber 7 Tage über Fasching in einem Trainingslager Nähe Rimini auch sehr winterlich gewesen sind, war absolut unnötig. Stellt Euch vor, 30cm Schnee am Strand von Rimini, unfaßbar! In die Berge konnte man gar nicht fahren, also immer im Thermoanzug in Meeresnähe auf und ab, die Intensität bei weitem nicht so hoch, wie geplant.

Jubelnachricht: Ich habe einige Sponsorenverträge unterschrieben, dieses und nächstes Jahr habe ich wirklich profimäßige Bedingungen (Sponsoren). Schön, das offensichtlich auch mein Verein mitzieht: mein 2.Vorstand Claus Dillinger hat mir das OK des Gesamtvorstandes gegeben, deshalb habe ich hier in Italien gleich bei der Trikotagefirma ALEXANDER vorgesprochen, sie können mir alles machen, Filme, Logos, etc., kein Problem. Habe gleich alles von Kopf bis Fuß bestellt.

Ende Februar war ich dann noch einmal für vier Tage in Rimini, da war es zumindest vorfrühlingshaft warm, habe schon profitiert.

Und: ich fahre wieder ein Auto. Über meinen Sponsor Thomas Schneider von der Firma TS-Automobile habe ich nun einen Daewoo Nubira Combi, 135 PS, paßt viel rein, das optimale Radfahrerauto. Und ohne Fahrzeug geht es in unserem Sport fast nicht, das mußte ich letztes Jahr erkennen, als ich alle An- und Rückfahrten per Zug oder mit dem Rad gemacht habe oder bei Freunden mitgefahren bin. Dabei läßt man aber vor dem Wettkampf oft schon zu viele Körner!

 

Januar 1999: Trainingscamp Gran Canaria, 3.Platz Punktefahren Bahn
Vom 3.-17. Januar bin ich alleine zum Radtraining auf Gran Canaria gewesen, schon mehrmals habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Eine tolle Insel zum Radfahren! Gleichmäßig gutes, warmes Klima, allerdings fast nur lange Berge, die man aber super auf Rhythmus fahren kann, so Marke mittelintensiver Grundlagenausdauerbereich G2 (auf Wunsch kann man es sich aber auch sehr schwer machen!). Habe mich in ein billiges Dreisternehotel eingemietet, Essen war bescheiden, aber ich war sowieso den ganzen Tag auf dem Rad. Hier habe ich die Basis meiner Grundlagen- und Kraftausdauer gelegt, bei 14 Trainingstagen immerhin 81 Radstunden absolviert, ca. 2.200 km. Das Wetter war für die Insel eher mittelprächtig, für mich aus dem winterlichen Deutschland dafür recht angenehm. Im Januar habe ich insgesamt 111 Radstunden absolviert!

Für den Rest des Monats habe ich ein bißchen herausgenommen, geschaut, daß ich nicht krank werde. Krafttraining, Skilanglaufen, Aerobic (v.a. Spinning!) laufen wieder an. Das Wetter ist ..... brrrrrrrr.

Sponsorenmäßig tut sich vielleicht etwas, ich habe starke Hoffnungen!

Ach ja, das erste Rennen der Saison 1999 bin ich auch schon gefahren, ein Punktefahren auf der Bahn in der Werner-von-Linde-Halle im Münchner Olympiapark. 3.Platz hinter den ganzen Spezialisten, die frisch vom Sechstagerennen kommen, war recht zufrieden, so kurz nach den Bergorgien auf Gran Canaria.

Bei einem Training auf eben dieser Bahn ist ein nettes Foto von Martina und mir entstanden.