Aktuelles:
Sportliche Patenschaften 2011/2012 - Martin Simon

Berichte von Martin

 

06.05.12: Rothaus-Singen-Marathon (DM Marathon)
Für Martin hieß es am heutigen Sonntag, früh aus den Federn zu kommen und sich auf den 3-stündigen Weg ins Hegau nach Singen aufzumachen. Dort fand im Rahmen des Rothaus-Singen-Marathons die deutsche Marathonmeisterschaft statt. Nach einer regenreichen Hinfahrt präsentierte sich das Wetter in Singen zum Glück von einer besseren Seite. Nach einer etwas chaotischen Startaufstellung wurde die Horde um 10.30 auf die 94km (2100Hm) Strecke gelassen, welche in zwei Runden zu absolvieren war. Die Strecke war einer deutschen Marathonstrecke entsprechend eher langweilig, kaum technisch anpsruchsvoll und mit vielen Feldweg- und Asphaltstücken gesäht. Nach der Neutralisation wurden am ersten Anstieg bereits die ersten Standortbestimmungen vorgenommen.

Martin suchte sich dabei eine Gruppe, mit der er gut mitfahren konnte und gleichzeitig nicht überzog. Das Tempo wurde stets hochgehalten und die Gruppe aus drei Elitefahrern und zwei Mastern blieb bis Anfang der zweiten Runde gut beieinander. Dann aber mussten einige abreißen lassen, auch bei Martin stotterte der Motor ein klein wenig. Währenddessen formierte sich auf Sichtweite eine neue fünfköpfige Gruppe. Nach einigen Kilometern lief es dann für Martin wieder runder und er konnte auf die Vorausfahrenden aufschließen. Am längsten und steilsten Anstieg der Strecke konnte er sich dann zusammen mit einem weiteren Elitefahrer absetzen und sogar auf weitere Vorausfahrende aufschließen. Zwischendurch vermieste noch ein starker Gewitterschauer die Stimmung und sorgte für eine ordentliche Schlammmaske. In einer längeren schmalen Trailpassage nutzte Martin dann die Gelegenheit und fuhr als Erster in den Trail, so konnte er seine Verfolger abschütteln. Von dort ab ging es dann nur noch über Asphalt bis ins Ziel, welches nach 4:16 h erreicht war.

Die Plazierung (43. Platz), aber auch der Rennverlauf sowie die Rennform stellten Martin angesichts der starken Konkurrenz bei einer DM am Ende des Tages recht zufrieden und so konnte die Rückreise entspannt angetreten werden.

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29.04.12: Rocky-Mountain-Marathon, Riva del Garda/ITA

Dieses Wochenende stand für Martin die erste echte Bewährungsprobe für diese Saison an. Der Marathonklassiker in Riva lockte wieder unzählige Biker an. Der frühe Start um 7.45 Uhr erfolgte bei besten Wetterverhältnissen. Martin musste sich da aber noch etwas gedulden, da er leider Startblock C erwischt hatte und somit erst 10min später losgelassen wurde. Dementsprechend war zu Beginn des Rennens erst einmal ordentlich Plätze gutmachen angesagt, was sich allerdings am ersten steilen, langen und zugleich engen Anstieg als schwierig erwies. So war etwas Geduld gefordert bevor es richtig zur Sache ging. Die ersten 1100Hm am Stück liefen für Martin recht rund, er fand schnell ein paar gleichstarke Mitstreiter, welche schließlich nahezu das ganze Rennen gut miteinander harmonierten.

Die Strecke bot viel Abwechslung und machte mit den vielen Trailabschnitten richtig Spaß, zudem fühlte sich das Bike einmal mehr super an. Bei Kilometer 70 kam dann die alles entscheidende Frage für Martin: Ronda Grande oder Extrema, 86km oder 105km? Da die Beine noch willig waren, nahm er den letzten Anstieg noch mit und entschied sich somit für die Extrema. Die letzten Höhenmeter hoch nach Santa Barbara forderten dann aber nochmals alles ab. Die folgende Abfahrt entschädigte aber für die Strapazen. Die Plazierungen waren zu diesem Zeitpunkt des Rennens längst ausgefochten, die letzten flachen Kilometer nach Riva musste Martin dann leider allein im Wind durchdrücken. Nach 5h 27min (Platz 56) war es dann geschafft und die Extrema bezwungen. Das Resümee für den ersten richtig langen Kanten der Saison fällt somit recht positiv aus und die nächsten Aufgaben können kommen.

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15.04.12: City Bike Marathon München
Heute stand bereits das zweite Saisonrennen in Form des CityBikeMarathons in München für Martin an. Der frühe Start um 07.15 Uhr war zu verschmerzen, da dieser im Olympiapark quasi fast vor der Haustür lag. Nur das nasskalte Wetter begeisterte wenig. Der CBM hatte in den vergangenen Jahren immer wieder ein paar böse Ausrutscher bereitgehalten. So sollte auch dieses Jahr nicht alles glatt laufen. Schon beim Start gab es Missverständnisse, was die Startzeit der einzelnen Startblöcke anging. Martin kam aber im vordersten Block gut weg.

Die ersten Kilometer wurden neutralisiert gefahren (wenn man das bei 45km/h noch so nennen kann!?), bevor das Rennen freigegeben wurde. Die extrem flache und unspektakuläre 65km lange Strecke wurde dann in einem Mordstempo heruntergerissen. Unterbrochen von ein paar kleinen Engstellen, an denen es dann staute. An einer dieser Stellen verlor Martin leider den Anschluss an die vorderste Gruppe und machte sich daraufhin zusammen mit einem Crosser auf die Verfolgung. Nach einen kurzen Crashkurs in Sachen Windschattenfahren für den Crosser harmonierten die beiden etwa eine halbe Stunde gut zusammen, aber leider ohne zählbaren Erfolg.

So musste sich Martin in die 15-20köpfige Nachfolgergruppe einreihen. In dieser herrschte allerding keinerlei Harmonie, so dass die Führung fast ausnahmslos von einem Fahrer übernommen wurde und somit das Tempo nicht optimal gestaltet war. Martin hielt sich konstant an 3.-4. Stelle, bis kurz vor Ende des Rennens eine kurze Laufpassage nochmals für Stau sorgte. Hier kam Martin aber als Erster seiner Gruppe durch und sah die hinteren Fahrer stocken. Er nahm ab hier das Herz in die Hand und ergriff die Flucht nach vorne. Es überraschte ihn aber selbst, dass diese Aktion sogar mit Erfolg gekrönt war, denn bis ins Ziel konnte keiner mehr aufschließen. Am Ende reichte dies für den 26. Rang in der Lizenzklasse. Mit ein bisschen mehr taktischem Geschick in der Startphase wäre möglicherweise noch ein bisschen mehr drin gewesen.

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01.04.12: Saisonauftakt beim Mitteldeutschland-Cup in Bautzen
Da der Osterurlaub in der Heimat anstand, entschied sich Martin kurzerhand dazu, beim 1. Lauf zum Mitteldeutschlandcup im nahegelegenen Bautzen zu starten. Auch wenn die CrossCountry-Disziplin nicht zu Martins Stärken zählt, sollte das Rennen zumindest für einen intensiven Trainingsreiz dienen. Bisher stand für Martin noch das Grundlagentraining im Fokus, so dass er ohnehin mit geringen Erwartungen am Start stand.

Die Bautzener hatten eine sehr flowige und spaßige Strecke in das Gelände geschnitzt, welcher die Regenfälle in den Vortagen nur wenig anhaben konnte und somit auch noch super griffig war. Das Rennen der Elite um 14.00 Uhr stellte das Finale des Renntages dar und war qualitativ richtig gut besetzt. Ein Feld von 36 Fahrern stürmte vom Start weg in den Wald. Martin kam in etwa auf der 15. Position in den ersten Trailabschnitt, musste aber in der ersten Runde noch einige Fahrer vorbeiziehen lassen und fand sich Mitte der zweiten Runde auf etwa Position 20 wieder, ehe ihn ein fataler Kettenklemmer zum Anhalten zwang.

Dies kostete Zeit und ein paar weitere Plätze. Bis kurz vor Ende des Rennens blieb dann alles unverändert. In der letzten Runde konnte er aber zumindest noch drei Abgeplatzte einfangen. Letztlich musste der 24. Rang verbucht werden. Als Erkenntnis bleibt, daß es bis zur guten Rennform noch einiger intensiver Einheiten bedarf, aber die Grundform stimmt. Das wenige Tage vorher komplettierte neue Zaboo 29er  fühlte sich super an. Nur etwas Feintuning an der Schaltung wird noch von Nöten sein, da diese das gesamte Rennen über etwas hakelte und somit auch den Vortrieb hemmte.

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28.02.-08.03.12: Trainingslager Mallorca
Nachdem ich etliche Einheiten auf der Langlaufloipe absolviert hatte und mich immer wieder bei Schmuddelwetter oder auch arktischen Temperaturen auf`s Rad gequält hatte, hieß es vom 28.02.-08.03. für vier Vereinskollegen (Armin, Chris, Maxi, Tom) und mich, im Trainingslager Grundlagenkilometer schrubben. Dazu ging es natürlich für den gemeinen Radsportler ab ins 17. Bundesland Mallorca. Den Hinflug legten wir in alle Herrgottsfrühe, um den Tag noch zum Training nutzen zu können.

Nach einigen Komplikationen beim Check-In, einem angenehmen Flug und erster Hotelbegutachtung (für gut befunden!!) schraubten wir die Räder zusammen und sammelten die ersten Kilometer auf der Insel. Das Wetter präsentierte sich die ersten sechs Tage von seiner besten Seite, nur zum Ende hin fing es an ein wenig zu schwächeln. Unser Tagesablauf war wie zu erwarten schnell erzählt. Aufstehen, Treff in der Hotellobby, Warten auf die Zuspätkommer, Dehnprogramm, Frühstück, Radklamotten überstreifen, Warten auf die Zuspätkommer (auch das war leider fester Tagesbestandteil), Abfahrt, 4-6h Kurbeln, Duschen, Ausruhen, Abendbrot, Schlafen. Bei unseren Einheiten begleiteten uns immer wieder ein paar Bekannte, die wir im Hotel getroffen hatten, so dass für Abwechslung gesorgt war.

Ca. 1100km, ein paar Defekte und aber auch jeder Menge Spaß später spuckte uns dann die Flughafentür in München wieder in den verregneten deutschen Alltag aus. Nun hoffe ich mal, dass das Trainingslager Früchte trägt und fiebere den ersten Rennen entgegen.

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14.01.12: Die Vorbereitung auf 2012 rockt!
Nachdem ich die Wochen nach den letzten Rennen eher gemäßigt angehen ließ und der Spaß am Biken im Vordergrund stand, bin ich seit Ende November wieder in der Vorbereitung auf die Saison 2012. Das Studium ist unter Dach und Fach gebracht worden, Weihnachten und der Jahreswechsel sind gut überstanden, auch ein Leistungstest ist absolviert und der status quo somit bestimmt. Momentan besteht mein Trainingsmenü vor allem aus Grundlagen- und Krafttrainingseinheiten, bevor es dann in den nächsten Wochen etwas intensiver wird.

Die milden Temperaturen lassen bis jetzt immer wieder problemlos längere Ausfahrten auf dem Drahtesel zu. In den bayerischen Voralpen laden nun aber auch die Skatingloipen zu etwas Abwechslung im Trainingsalltag ein. Anfang Februar steht dann ein Winterurlaub an, bei dem auch nochmal ein längerer Trainingsblock auf den schmalen Latten durchgezogen werden soll, bevor es dann Anfang März ins Trainingslager nach Mallorca geht.

In der Saison 2012 möchte ich mich hauptsächlich wieder für die Gesamtwertung der Ritchey Marathon Challenge über die Berge quälen, aber auch ein kürzeres Etappenrennen soll ein Saisonhighlight bilden. Vielleicht gibt es auch einen Start bei der Marathon-EM in Tschechien. Vor diesem i-Tüpfelchen kommen aber noch einige akribische Trainingsstunden auf mich zu. Schauen wir mal, ob die kontinuierliche Arbeit Früchte trägt. Derzeit schaue ich optimistisch nach vorn!

Für 2012 habe ich außerdem ein Zuhause beim Team Zaboo Deutschland gefunden. Das Team hat mich mit der konsequenten Ausrichtung auf Twentyniner besonders angesprochen. So werde ich in Bezug auf mein Wettkampfbike ebenfalls einen Schritt nach vorn machen können, aber auch durch weiteren Support wie z.B. Trikotage oder Unterstützung bei den Rennen. Daneben werde ich wie auch schon im Vorjahr im Rahmen einer sportlichen Patenschaft mit weiterem Material von Thomas Hartmann mit seinem Team 3w.hardi.net unterstützt.

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Saisonbilanz 2011 von Martin: 1x Dritter, 5x TopTen
3.Platz 24-h-Rennen München
5.Platz XCM Siedelsbrunn
7.Platz XCM Pfronten
7.Platz XCM Schöneck
8.Platz XCM Riedlingen
10.Platz XCM KitzAlpBike/AUT
11.Platz XCO Oberwarngau (Oberbayerische Meisterschaft)
12.Platz XCM Kipfenberg
16.Platz XCM Oberstdorf
22.Platz XCM Tegernsee
25.Platz XCM Litzendorf
32.Platz XCM Oberammergau
52.Platz XCM Münsingen

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16.10.11: Engel-Cup in Riedlingen
An diesem Sonntag stand der Saisonabschluss in Form des Engel-Cups in Riedlingen an. Zusammen mit meinem „Teamvater“ Thomas und der Rennfahrerkollegin Gisela machten wir uns auf den Weg in die Schwäbische Alb. Während in München die Sonne lachte, begrüßte uns Riedlingen mit dickem Nebel und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dementsprechend winterlich fiel unsere Rennbekleidung aus. Beim Start um 11.00 Uhr ging es sehr entspannt zur Sache, von irgendwo her ertönte das 3,2,1… und wir rollerten langsam los, bis wir den ersten Anstieg erreichten. Von da ab ging es dann aber schon etwas schärfer zur Sache. Vorn ging eine kleine Spitzengruppe weg, ich reihte mich währenddessen in die Verfolgergruppe ein, in der sich auch Thomas befand. Auf den ersten Kilometern der insgesamt 46km langen Strecke mit 900Hm machte mir die Kälte ordentlich zu schaffen. Meine Füße fühlten sich das ganze Rennen über an wie Eisklötze. Zum Glück tauten wenigstens meine Finger der Reihe nach auf.

Bei der Kürze der Strecke war natürlich durchgehend Vollgas angesagt, so minimierte sich unsere Gruppe immer mehr. Auch ich musste immer wieder kurz an den Anstiegen abreißen lassen, konnte dann aber in den Flachstücken wieder aufschließen. Dies kostete allerdings ordentlich Körner, wie ich nachher noch feststellen sollte. Die Gruppe fuhr zudem noch sehr unharmonisch, was keinen richtigen Rhythmus aufkommen ließ. Etwa 5km vor dem Ziel zog es mir dann an einem kleinen Trailanstieg den Stecker und ich musste nun entgültig die drei vor mir gewähren lassen. Von hinten rückte zudem schon die nächste Meute an, der ich mit allen Mitteln zu entflüchten versuchte. Auf den letzten zwei Kilometern auf offenem Feld hatte ich dann aber keine Chance mehr und ich musste noch drei Fahrer aufschließen lassen. Im Endspurt reichte es dann nur für die dritte Position. Mit dem 16. Gesamtrang und dem 8. Platz in der AK war ich dennoch ganz zufrieden und kann nun in die verdiente Pause gehen, um Kräfte für die neue Trainingssaison zu sammeln. Nach der anschließenden stimmungsvollen Siegerehrung ging es dann wieder Richtung München und der lange Tag neigte sich seinem Ende zu.

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24.09.11: Feneberg-Marathon Oberstdorf
Zusammen mit der Moooove-Racerin Gisela Makowski machte ich mich an diesem Samstag in aller Frühe auf nach Oberstdorf. Hier stand mit dem Feneberg-Marathon der letzte Lauf der Ritchey Challenge an. Für dieses Rennen hatte ich mir hohe Ziele gesteckt, da ich in der Gesamtwertung der Ritchey-Challenge noch den ein oder anderen Platz gutmachen wollte. Die Randbedingungen passten an diesem Tag perfekt, Kaiserwetter, attraktive Strecke und super Organisation. Eigentlich wäre alles für ein super Rennen gerichtet gewesen, wenn ich nicht meine Form zuhause vergessen hätte. Schon beim sehr flotten Start kam ich nicht in die Gänge, was ich mir zuerst mit dem etwas kurzgeratenen Einfahren erklären wollte. Als aber auch nach einer guten halben Stunde die Beine immer noch streikten, war ich echt ratlos.

Frustriert musste ich Gang um Gang an den Anstiegen rausnehmen und viele Fahrer an mir vorbeiziehen lassen. Selbst in den Abfahrten, sonst eine meiner Stärken, kämpfte ich mit ungewohnten Unsicherheiten. Hin und wieder zuckte meine Normalform für wenige Minuten auf, um sich dann auch schon wieder zu verabschieden. Das bestätigte mir zumindest, dass ich mir mein Schneckentempo nicht einbildete. So quälte ich mich über die 63km mit 2200Hm und konnte wenigstens zum Schluss noch ein paar Abgeplatzte einsammeln. Mit dem 40. Gesamtang und dem 16. in der AK war ich selbstverständlich überhaupt nicht zufrieden und aus dem Sprung in der Gesamtwertung wurde auch nichts. Der Ärger, Frust und die Enttäuschung saßen tief nach dem Rennen, zumal ich keine Erklärung für mein Formtief finden konnte. Im Training lief es in den letzten Wochen vielversprechend, so dass das hoffentlich nur ein Ausrutscher war. Da es mir schwer fällt, mit so einem Rennen aus der Saison zu gehen, wird wohl noch irgendein weiteres folgen müssen.

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11.09.11: Day of Bike - Marathon Kipfenberg
Nach der gestrigen Laktatdusche ging es heute wieder gemeinsam mit Vereinskollege Chris zum Day of Bike nach Kipfenberg ins Altmühltal. Die Eckdaten der Strecke glichen mit 44km und 1200Hm aber auch eher einem Cross County als einem Marathon. Ich war gespannt, wie ich das gestrige Rennen verkraftet hatte, war es doch mein erstes Wochenende überhaupt mit zwei Rennen hintereinander. Bei erneut fantastischem Wetter starteten um 11 Uhr ca. 230 Fahrer. Leider geriet ich in der engen Startbahn etwas in den Stau und es dauerte einige Zeit, ehe ich mich aus dem Pulk befreien konnte. Bereits am Startberg konnte ich aber flüssig nach vorne fahren. Meine Beine präsentierten sich besser als gedacht und ich kam in einen guten Rhythmus. In den insgesamt vier Runden konnte ich kontinuierlich Plätze gut machen, die Strecke kam mir dabei mit den gemäßigten Anstiegen sehr entgegen. Technisch ging es unspektakulär zu. Mit einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich besseren Zeit von 1h 55min erreichte ich als 14. gesamt und 12. in der AK das Ziel. Das Resümee fiel angesichts der derzeit recht guten Form, der netten Veranstaltung und einer akzeptablen Platzierung positiv aus. Mittlerweile neigt sich die Saison dem Ende zu, mit dem Marathon in Oberstdorf steht aber noch ein Highlight Ende September an, auf das es sich jetzt vorzubereiten gilt.

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10.09.11: Oberbayrische Meisterschaft im CrossCountry, Oberwarngau
Das erste Mal in dieser Saison wagte ich einen Abstecher in die von mir ungeliebte CrossCountry-Disziplin. Da aber an diesem Samstag die Oberbayerische Meisterschaft im XCO fast vor der Haustür stattfand, nahm ich das Rennen gerne mit. Bei der Betrachtung des Kurses musste ich allerdings feststellen, dass mir die Strecke nicht sonderlich lag. Die Höhenmeter wurden alle an einem recht steilen Anstieg gesammelt, was mir nicht entgegenkam. Vom Start weg wurde typischerweise ordentlich Druck gemacht. Ich reihte mich etwa im zweiten Drittel des Starterfeldes ein. Die ersten zwei von fünf Runden ging es verdammt zäh. Ab Runde drei kam dann mein Diesel so langsam auf Betriebstemperatur und ich konnte mich nach vorne arbeiten. Dabei versuchte ich, mich im Anstieg so gut es ging an die Hinterräder meiner Vordermänner zu heften und kurz vor der Abfahrt vorbei zu gehen um dort davon zu ziehen. So konnte ich schließlich noch bis auf Platz 11 (AK 9.) vorfahren. Schlussendlich war ich dann gar nicht so unzufrieden mit dem Rennen, außerdem war es eine gute Abwechslung zu den langen Kanten im Marathon. Nach dem Ausrollen ging es wieder heimwärts und Regenerieren für den nächsten Tag war angesagt.

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27.08.11: Martin wird Siebter beim Vogtland Bikemarathon
Diesen Samstag nahm ich meine Rennkilometer im sächsischen Schöneck/Vogtland unter die Stollen. Hier wartete der Vogtland Bikemarathon mit wahlweise 40 oder 80 km auf seine Teilnehmer. Zuvor galt es allerdings eine Menge Autobahnkilometer abzuspulen, da der Start aber erst um 13.00 Uhr erfolgte, war die Anreise sehr entspannt. In Schöneck angekommen, stellte sich bei 10° und nasskaltem Wind erst mal Kühlschrankfeeling ein, zumal man am Vortag noch bei über 30° geschwitzt hatte. Ich entschied mich mal wieder für die Langstrecke (80km/1.800Hm), die zwar spärlich, aber dafür sehr stark besetzt war. Der Start verlief ruhig und ich konnte mir eine gute vordere Position zwischen den vielen Kurzstrecklern sichern. Bereits nach den ersten Metern merkte man, was das Vogtland heute zu bieten hatte: Schlamm, sehr viel Schlamm!! Ansonsten kam mir speziell das Streckenprofil mit den eher gemäßigt steilen Anstiegen absolut entgegen.

Vor Beginn des Rennens hatte ich große Bedenken um meine Form, da ich diese die gesamte Vorwoche in jeder erdenklichen Ecke ohne Erfolg gesucht hatte. Im Rennen lief es dann aber recht rund. In Runde eins bildete ich mit zwei Kurzstrecklern ein Trio, welches nach kurzer Zeit ganz gut harmonierte. Zum Ende von Runde eins mussten die beiden allerdings Federn lassen. Ich drehte weiter am Gashahn, in der Hoffnung, das Tempo auch auf den zweiten 40 Kilometern gehen zu können. Auf der zweiten Schleife war ich dann wieder einmal auf mich alleine gestellt und kämpfte gegen den Schlamm an. Dieser machte meinem Antrieb mächtig zu schaffen, so dass sich das ein oder andere Mal die Kette verklemmte. Meinen Vordermann sah ich zwar hin und wieder vor mir aufblitzen, aber der Abstand wollte einfach nicht kleiner werden. Nach 3h 27min war der Kampf vorbei und die Schlammkruste auf ein ordentliches Maß angewachsen. Nicht nur Platz 7 bei der Elite sowie im Gesamtranking stimmte mich zufrieden, sondern auch die Abstände auf die Vordermänner sowie die 8min auf den Sieger kann ich durchaus als Erfolg werten. Nach intensiver Reinigung des geschundenen Drahtesels und meiner selbst ging es wieder heimwärts. Eine echt nette Veranstaltung, für die sich der lange Weg gelohnt hat!

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30.07.11: Martin Simon erreicht 7.Platz beim MTB-Marathon in Pfronten
Nachdem ich bei meinem eigentlichen Saisonhöhepunkt, der Salzkammerguttrophy, bereits frühzeitig durch einen technischen Defekt gescheitert war, stand heute in Pfronten Wiedergutmachung an.

Während der gemeinsame Anfahrt mit zwei meiner Vereinskollegen regnete es in Strömen. In Pfronten angekommen, war es dann zunächst einmal trocken, was aber nur bis zum Start um 10.00 Uhr anhalten sollte. So rollten wir Extremstreckenfahrer (70km, 2600Hm) bereits gut durchnässt in den ersten Anstieg, den Breitenberg, hinein, welcher mit 800 Hm am Stück aufwartete. Ich fand gut in meinen Rhythmus, die Tagesform passte. Die letzten brutal steilen Meter zogen aber allen Fahrern den Saft aus den Knochen. Die darauffolgende Abfahrt bot jedoch Möglichkeit zur Erholung. Unten kam ich dann allein an, meine Mitstreiter am Berg waren hinter mir nicht mehr zu sehen. So musste ich mich in der folgenden Flachpassage alleine gegen Wind und Regen stemmen bevor es in den nächsten Berg hineinging.

Zu Mitte des Rennens musste ich ein bisschen Gas rausnehmen, so dass meine drei Verfolger wieder aufschließen konnten. Zusammen ging es dann bis zum finalen Anstieg, diesmal ging es den Breitenberg in umgekehrter Richtung hinauf. Hier konnte ich noch mal die letzten Kräfte mobilisieren und mich kontinuierlich absetzten. Die Slalomfahrt um die Mittel- und Kurzstreckler am Berg kostete aber ordentlich Energie und Nerven. Bei der Abfahrt ins Ziel ging es dann mit geschätzter Sichtweite von 5m im dichten Nebel noch mal richtig abenteuerlich zu. 3h 56min lautete meine Zielzeit, Platz 21 gesamt und 7. in der AK, Wiedergutmachung gelungen. Für den August ist nun erst mal rennfrei angesagt, um im September noch mal ordentlich angreifen zu können.

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10.07.11: Martin berichtet vom Ammergauer Alpen-Bike-Cup
An diesem Wochenende fand ein weiterer Lauf der Ritchey-Challenge in Oberammergau statt. Als ich morgens aufstand, regnete es in Strömen, meine Laune fiel gleich den Regentropfen zu Boden. Doch kaum in Oberammergau angekommen, strahlte die Sonne. Der Start erfolgte pünktlich um 9.30 Uhr, was aber dann kam, war mir schleierhaft. Gerade bei einem Marathon ist es sinnvoll, das Starterfeld zu Beginn erst einmal in eine ordentliche Rampe zu schicken, um das ganze Feld zu entzerren. Hier war das allerdings ganz und gar nicht der Fall. Nach den ersten Metern hinter dem Führungsfahrzeug auf breiter Straße wurde es immer schmaler, zuerst Radweg, dann verwinkelter Trail. Die ersten Stürze und Staus, aus denen man sich nur bedingt heraushalten konnte, folgten prompt. Nach diesem „stop-and-go“ kam dann der erste Berg, an dem sich dann alles etwas beruhigte.

Die Strecke klang mit 55km und ca. 1750Hm nicht weiter spektakulär, durch die unrhythmischen und zugleich teils sehr steilen Anstiege ist sie aber keinesfalls zu unterschätzen. Ich kannte die Strecke jedoch weitestgehend und kam gut in Tritt. Bergan hatte ich guten Druck auf dem Pedal, bergab ließ ich es jedoch etwas behutsamer angehen, da die Strecke durch den starken Regen in den Vortagen aufgeweicht und extrem ausgespült war.

Zum Glück machte mir meine Wunde am Knie, welche ich mir bei einem dummen Sturz im Training zugezogen hatte, nur wenig Beschwerden. Im Laufe des Rennens gelang es mir, noch einige Fahrer zu kassieren, nach 2h 52min klickte ich dann ziemlich ausgepowert aus den Pedalen. Die Endzeit stellt mich recht zufrieden, der 32. Platz in der  stark besetzten Herrenklasse weniger. Dieser ist aber auch etwas der großen Spreizung der Altersklasse geschuldet. Nun heißt es, diese Woche gut zu regenerieren, da nächste Woche mit der Salzkammergut-Trophy in Bad Goisern das Saisonhighlight ansteht.

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03.07.11: Martin Simon erreicht den 10.Platz beim KitzAlpBikeMarathon
An diesem Sonntag hieß es zeitig aus den Federn zu kommen, denn bereits um 0800 Uhr ertönte der Startschuss in Kirchberg/Tirol. Vereinskollege Holger und ich machten uns also in aller Frühe auf nach Österreich. Für mich war es Premiere beim Kitzalp, dementsprechend gespannt war ich, was mich hier erwartete. Das Wetter war akzeptabel, einzig die Temperaturen lagen mit 8°C im Tal und 3°C auf dem Berg jenseits des Wohlfühlbereiches. Mit der "Extreme"-Strecke (55km/2600Hm) wählte ich die zweitlängste Distanz. Zwei knackige, lange Anstiege und ein kürzerer Schlussanstieg stellten sich uns auf dieser Strecke hartnäckig in den Weg. Am ersten ließ ich es recht behutsam angehen, da ich nicht gleich zu Beginn alles Pulver verschießen wollte und meine Beinchen noch nicht so recht spurten. Ich kam mit der Zeit recht gut in meinen Rhythmus und konnte mich Platz um Platz an den vorgestürmten Heißspornen vorbeiarbeiten. Auf die harten Rampen folgten recht anspruchsvolle und schmierige Abfahrten, mit denen ich aber bekanntermaßen gut zurechtkomme und so weitere Plätze gut machen konnte. Mit einer ordentlichen Schlammkruste versehen rollte ich nach 3.24 h durchs Ziel. Auf der Ergebnisliste stand damit der 10.Platz in der AK und der 30. gesamt. Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich der Strecke zuviel Respekt gezollt hatte, gerade im ersten Anstieg hätte ich offensiver agieren müssen. Trotzdem bin ich mit dem Resultat zufrieden, da es wieder ein Schritt nach vorne war.

 

04./05.06.11: Bericht Martin Simon vom 24h-Rennen München - 3.Platz!
Auch dieses Jahr bekam ich wieder die Möglichkeit, im 4er-Firmenteam der Metafinanz GmbH beim 24h-Rennen im Münchner Olympiapark zu starten. Diesmal war ich jedoch in dem stärker besetzten Team am Start, welches den Sieg aus dem Vorjahr verteidigen wollte. Die Wetteraussichten für das Wochenende waren wie auch die Stimmung im Team gut. So war also alles bereit für 24h Hatz. Die Strecke hatte zum Vorjahr nochmals an Attraktivität verloren, da einige schöne Passagen fehlten. Die Einzelfahrer wird das aber sicherlich gefreut haben. Als Startfahrer unseres Teams drehte ich zu der eigentlichen Runde noch einen etwas verkürzten Startloop.

Die ersten Runden gingen bei mir verdammt zäh und ich konnte nur hoffen, dass sich das mit fortschreitendem Verlauf noch bessern würde. Da ich in den Tagen zuvor recht hart trainiert hatte, war ich nicht wirklich verwundert. Zu Beginn des Rennens fanden wir uns auf dem dritten Platz wieder, dies sollte sich auch innerhalb der 24h nicht mehr ändern. Während es bei mir tatsächlich immer besser lief, mussten meine Teamkollegen der angestauten Ermüdung Tribut zollen, so dass an einen Angriff auf Platz 2 nicht mehr zu denken war. So drehte ich noch ein paar Zusatzrunden und durfte schließlich auch die Finalrunde bestreiten. Mit dem dritten Platz waren wir aber angesichts der starken Konkurrenz durchaus zufrieden. Spätestens nach der Siegerehrung schlug dann bei allen von uns die Müdigkeit zu. Nun gilt es für mich erst einmal von den vergangenen Rennwochenenden zu regenerieren, um dann Anfang Juli wieder angreifen zu können! 

 

29.05.11: "Patenkind" Martin Simon beim XCM Tegernsee
Fast schon traditionell stand ich dieses Wocchenende beim Tegernseer Tal Marathon am Start. Ich wählte die C-Strecke mit 68km und 2600Hm. Den ganz langen Kanten wollte ich mir angesichts der beiden langen Marathons aus den Vorwochen nicht zumuten. Nach einem nach hinten verschobenen Start ging es für ca. 400 Fahrer auf die Strecke. Diese musste am Vorabend noch abgeändert werden, was sich aber durchaus als positiv erweisen sollte, da so der Trailanteil der Strecke deutlich gesteigert wurde.

Mir war klar, dass ich bei den recht langen Anstiegen ganz auf meinen eigenen Rhythmus setzen musste, um nicht gleich zu Beginn zuviel Pulver zu verschießen. Meine Tagesform war zudem auch nicht gerade überragend, wie ich nach den ersten Kilometern feststellen musste. Nichtsdestotrotz kam ich den ersten Anstieg ordentlich hoch und die darauffolgende Trailabfahrt ordentlich runter, wenn auch mit saftigem Schlammbeschuss. Am nächsten Anstieg gab es dann recht unverhofft einen Knall aus Richtung Antrieb, worauf ich nur noch ins Leere trat. Kettenriss!!

Nachdem ich meinem Unmut freien Lauf gelassen hatte, konnte ich den Schaden recht schnell beheben und mich wieder auf die Aufholjagd begeben. Der Rest des Rennens verlief dann weniger spektakulär, bis ich ziemlich platt unter dem Zielbogen hindurchrollte. Meine Zeit hatte ich im Vergleich zum Vorjahr zwar um gute 13min verbessert, trotzdem bin ich schon deutlich bessere Rennen gefahren. Am Ende konnte ich einen 22.Platz in der AK verbuchen.

 

22.05.11: Bericht vom "Patenkind" Martin Simon - 5.Platz XCM Siedelsbrunn
Viele und vor allem geniale Trails des Odenwalds wurden heute im kleinen Örtchen Siedelsbrunn zu einer Marathonstrecke zusammengepackt. Beim 10. Bikemax Marathon startete ich bei bestem Bikewetter auf der Langstrecke mit 75km und 1500Hm. Vom Start weg kam ich gut in Tritt und konnte mich recht weit vorn positionieren. Bereits in der ersten Abfahrt ging mir schon eine Trinkflasche flöten und es sollte nicht die letzte bleiben. Unberührt dessen lief es aber richtig rund, die wirklich tolle Strecke mit superflowigen bis teilweise winkligen Trails brachte gute Laune. Gerade in den schwierigeren Abfahrten konnte ich immer wieder Zeit gut machen.

Auf den ersten 50km war ich mit drei Mittelstrecklern unterwegs, die ordentlich Druck machten. Auf den letzten 25km war ich dann wie so oft alleine. Meine Flüssigkeitsreserven neigten sich derweil dem Ende entgegen und zu allem Überfluss warf ich meine letzte Flasche auch noch von Bord. Zum Ende hin ging mir so im wahrsten Sinne langsam der Saft aus. Mit quälenden Tritten absolvierte ich schließlich die letzen Meter. Mein gutes Gefühl bestätigte sich schließlich auf der Ergebnisliste: 5.Platz  in der AK und 9.Platz gesamt! Nach einer netten und familiären Siegerehrung ging es dann heimwärts. An dieser Veranstaltung und vor allem an der Strecke könnten sich so einige Hochkaräter ein Beispiel nehmen!

 

15.05.11: Bericht Martin Simon vom Fränkische Schweiz Marathon in Litzendorf
Am heutigen Sonntag verschlug es mich ins fränkische Litzendorf nahe Bamberg. Dort stand der deutsche Auftakt der Ritchey Challenge 2011 an. Die 200km lange Anreise verlief problemlos und das Wetter spielte ebenfalls mit. Ein bisschen Regen wäre gar nicht schlecht gewesen angesichts der staubtrockenen Bedingungen, die nun schon wochenlang anhalten. Nach einem ausgiebigen Einfahren ging es um 10 Uhr auf die 85km mit 2300Hm. Der neutralisierte Start verhinderte größere Rangeleien, danach hieß es Gas geben.

Da mir die Strecke unbekannt war, hielt ich das Risiko in der ersten Runde niedrig. Die sauschnellen Schotterabfahrten waren recht tückisch und einige Fahrer nahmen ordentlich Bodenkontakt auf. Zwischen Kilometer 10 und 15 gab es dann einen kuriosen Zwischenfall. Das Hauptfeld stoppte und irrte emsig umher, um den richtigen Weg zu finden. Diverse Gruppen versuchten sich in verschiedenen Richtungen und kehrten aber sogleich zurück. Schließlich stapfte die gesamte Horde aufgescheucht durch den Wald, um irgendwann wieder auf den richtigen Weg zu treffen. Im Nachhinein stellte sich ein abgerissenes Absperrband als Übeltäter dieser kurzen Irrfahrt heraus.

Den Rest der ersten Runde verbrachte ich in einer gut funktionierenden Gruppe. Die Anstiege waren bis auf die passend betitelte "Lohndorfer Mauer" recht moderat und somit flüssig zu fahren und meine Beine fühlten sich gut an. Nach Runde eins machte ich mich dann allein auf die Weiterfahrt, da meine Mitstreiter sich mit einer Runde zufrieden gaben. Mit einem guten Rhythmus, aber oftmals schmerzlich vermissten Windschatten holte ich noch einige Fahrer ein und rollte nach 3h:21min ordentlich ausgepowert über die Ziellinie, was Platz 28 gesamt und 25 in der Altersklasse bedeutete. Ein Ergebnis, vor allem eine Zeit, mit der ich sehr zufrieden bin.

Nach der obligatorischen Portion Nudeln und einem alkfreien Weizen ging es dann wieder gemächlich nach Hause. Nächste Woche steht ein kleiner, aber netter Marathon in Siedelsbrunn (Odenwald) an, bei dem ich ebenfalls über die Langstrecke starten werde. Dementsprechend wird der Trainingsumfang diese Woche etwas gemäßigter ausfallen. 

 

16.04.11: Bericht meines "Patenkindes" Martin Simon vom Uralan-Marathon Münsingen
Bei meinem ersten Saisonrennen galt es 45km und 850hm in Angriff zu nehmen. Bei dieser Streckenlänge war klar, dass von Anfang bis Ende der Gashebel auf Anschlag zu stehen hatte. Leider wurde ich gleich zu Beginn stark darin behindet, denn dummerweise hatte ich eine sehr schlechte Startposition. Nach dem anfänglichen Slalomfahren um die Vorausfahrenden ging es mit hohem Speed über die einfache Strecke. Neben einem ersten Formtest war dies auch der erste Renneinsatz für mein 29er Bike. Ich fühlte mich super wohl und vor allem sicher, definitiv das Richtige für mich zum Marathonfahren.

Zu meiner Überaschung meldeten meine Beinchen wenig Protest an, obwohl ich sie in der zurückliegenden Woche schon ordentlich geschunden hatte. Nach 1.43 h war es dann auch schon wieder vorbei. Mit dem 52. Platz in der AK kann ich sicherlich noch nicht ganz zufrieden sein. Die Formkurve zeigt aber definitiv nach oben - die nächsten Rennen werden es zeigen.