Aktuelles: MTB-Abschlusswochenende 2009 auf dem Landshuter Haus

 

23.-25.10.09:
Zusammen mit unserem Vorstand organisierte ich in den letzten Wochen und Tagen für den MTB-Club München und interessierten Gästen, Freunden, Förderern und Partnern das schon traditionelle Saisonabschlussevent. Wie im vergangenen Jahr fand dieses wieder auf unserem Trainingsstützpunkt, dem Landshuter Haus oberhalb Bischofsmais, statt. Wir hatten ein vielseitiges Programm vorbereitet, der frühe Wintereinbruch in den beiden Vorwochen mit bis zu 25cm Schnee ließ das Vorhaben jedoch kräftig wackeln, auch der unmittelbare Wetterbericht gab trotz Tauwetter keinen Anlass zum Jubeln.

Letztendlich 18 Personen machten sich v.a. mit den beiden von unserem Sponsor Auto-Center Auenstrasse gratis bereitgestellten Bussen (vielen Dank nochmals an Herrn Thomas Schneider!) am Freitagnachmittag auf den Weg nach Bischofsmais. Viel Verkehr allerorten brachte Zeitverzug, jedoch konnten die Teilnehmer noch in der Helligkeit die 30min Aufstieg vom Parkplatz Unterbreitenau bis zum Landshuter Haus geniessen. Die Forststrasse war auch wieder schneefrei und so ging der Gepäck- und Rädertransport mit unseren beiden Bussen ohne Probleme über die Bühne.

Nach Bezug der Zimmer, Auspacken und gemütlichem Abendessen hielt unser Dr. Michael Helm, genannt Mike - einer meiner Rennfahrerkollegen aus der Steinzeit - den ersten Teil seines Ernährungsseminars. Zuerst stellte er eine theoretische Einführung voran und ging anschließend noch sehr lange auf Fragen ein. Schon an diesem Abend war spürbar, daß sich im zweiten Teil wirklich Bahnbrechendes mit Schockwirkung für so manchen anbahnen würde...... Nach eher ruhigem geselligen Treiben ging es für unsere Truppe mehr oder weniger spät ins Bett.

Der Samstagmorgen präsentierte sich grau, kühl, spätherbstlich feucht, aber ohne Regen. So wurde nach einem ausführlichen Frühstück - mit Nachhall von Ernährungsfragen - wie vorgeplant ein Fahrtechniktrainer organisiert. Den Vormittag verbrachten wir noch auf und um einer Slackline, ein ungeheuer faszinierendes Spaß- und Trainingsmittel für die Balance und Koordination. Mancher "betrat" hier Neuland.....

Mittags ging es endlich hinunter in den Bikepark am Geißkopf. Fahrtechniktrainer Max stellte sich trotz seiner Jugend als ein didaktisch sehr fähiger und äußerst sympathischer Vermittler von Grundlagen der richtigen Fahrtechnik heraus, von seinen eigenen Fertigkeiten ganz zu schweigen. Methodisch gut aufgebaut, ging es mit steigendem Schwierigkeitsgrad voran. Obschon der Schwerpunkt auf unseren Freizeitfahrern lag, profitierten aus meiner Sicht auch die Rennfahrer ungemein. Manches macht man intuitiv, aber überall liegt mit dem richtigen Wissen noch enormes Steigerungspotential! Nach 4 h mit richtig Spaß hoffen nun alle Teilnehmer auf eine Wiederholung einer solchen Maßnahme.

Wieder oben angekommen, gab es Kuchen und Kaffee. Das zog sich ausführlich dahin, bevor Hüttenwirtin Gabi uns mit einem tollen Abendessen überraschte. Nach Hirschgulasch, Spätzle, Salat und einem Eis nahmen eigentlich alle den hausgemachten Nußgeist dankbar an. Anschließend ging Mike ins Eingemachte. Seine natürliche Art, Fachkompetenz und sein Charisma brachten die überraschenden Fakten sehr zwingend ins Bewußtsein, so manchen beinahe an den Rand einer Existenzkrise, zumindest aber zum Zweifeln. Naturgemäß lief das bis spät nachts in eine Diskussion aus, noch um zwei Uhr saßen Mike und ich alleine zusammen und plauderten über die Steinzeit, sowie ähnlich weltbewegende Dinge.....

Nach einer kurzen Nacht stellte sich das Wetter überraschend gut dar und nach einem wiederum ausgiebigen Frühstück starteten wir alle zu einer von mir ausgearbeiteten Wanderung. Die spätherbstliche Landschaft und v.a. die Stille der sich zur Ruhe bettenden Natur war faszinierend. Eingebaute Abkürzungsmöglichkeiten für Fußkranke und Kurzzeitathleten führten zur Ausdünnung der Truppe, Freude machte es jedoch allen. Dem eher flach gehaltenen, lang gezogenem Abstieg folgte zum Finale ein sehr steiler Aufstieg auf den Dreitannenriegel, der sogar Ausblicke auf die Donauebene freigab. Von dort bis zum Landshuter Haus, dem Mittagessen und der Komplettierung von 3,5 h war es nur noch ein Katzensprung.

Nach Essen, Zusammenpacken, Aufräumen, Einladen und Verabschiedung von den Wirtsleuten um Familie Hofmann ging es mit den beiden Bussen, übervoll beladen mit Mensch und Material zu Tal. Die Rückfahrt nach München verlief ruhig und ereignislos. Somit waren diese schönen Tage schon wieder Geschichte. Doch schon bald werden das Rennteam sowie interessierte Freizeitfahrer bei genügender Schneelage um den Jahreswechsel herum ein Wintercamp auf dem Landshuter Haus aufschlagen. Dann werden wir im Rahmen der Saisonvorbereitung stundenlang durch die tief verschneiten Wälder skaten und meditativ die Stille und Einsamkeit oben auf dem Berg, beinahe fernab der Zivilisation geniessen - Kraft durch Ruhe!

Mike Helm hat sich auch schon als Ernährungscoach für diesen Zeitraum anerboten........

(Fotos)